Biografie
Manos Tsangaris (*1956), Komponist, Trommler und Installationskünstler, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters. Seine Werke finden international Beachtung. 2009 wurde er zum Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen, im selben Jahr zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt (2012 zum Direktor der Sektion Musik). Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, seit 2017 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Im Studienjahr 2012/13 war Tsangaris Artist In Residence der Zürcher Hochschule der Künste, seit 2016 ist er künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für Neues Musiktheater (gemeinsam mit Daniel Ott). Im Studienjahr 2017/18 ist Tsangaris Visiting Professor an der Norwegischen Musikakademie in Oslo. Er gründete im Jahr 2011 das „Internationale Institut für Kunstermittlung“ (www.iike.de) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht.
Kurzbiografie
Kurzbiografie siehe unten
Manos Tsangaris wurde 1956 in Düsseldorf geboren und studierte Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel sowie Schlagzeug bei Christoph Caskel an der Musikhochschule Köln. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter des neuen Musiktheaters. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht. Werke von Manos Tsangaris werden regelmäßig auf international renommierten Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Belgrader Internationalen Theaterfestival, der MusikBiennale Berlin, der Biennale Venezia, dem Ultima Festival Oslo, Tonlagen Dresden, Rainy Days Luxembourg, dem Warschauer Herbst, ECLAT Stuttgart und an Theater- und Opernhäusern in Köln, New York, Mannheim, Dresden und Berlin aufgeführt. Darüber hinaus erhielt Manos Tsangaris zahlreiche Kompositionsaufträge von deutschen Rundfunkanstalten und schrieb u.a. ein großes Orchesterwerk zum 10jährigen Bestehen der Kölner Philharmonie. In den Jahren 2016/17 komponierte Tsangaris den Zyklus LIVING SPACES, von dem der erste Teil WAIT! in Oslo, der zweite CITY PIECES in Hongkong und der dritte HOME in Athen zur Uraufführung kamen. 1991 initiierte er den Kongress „Praemoderne“ in Köln. Auf Einladung des Sowjetischen Komponistenverbandes wurde Tsangaris 1991 Composer in Residence in Moskau. 1991 erhielt er das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln und ein Arbeits-Stipendium des Kunstfonds Bonn, 1993/94 das Stipendium der Akademie Schloß Solitude Stuttgart. 1997 wurde ihm der Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin verliehen, 1998 folgte der Aufenthalt in der Villa Serpentara, Olevano. 2009 war Tsangaris Ehrengast der Villa Massimo, Rom. Für sein im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2009 uraufgeführtes Stationentheater „Batsheba. Eat the History!“ erhielt Manos Tsangaris den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Im Jahr 2014 wurde von der Sächsischen Staatsoper (Semperoper) und der Hochschule für Musik Dresden ein mehrtägiges Symposium zu Manos Tsangaris’ künstlerischer Arbeit veranstaltet mit u.a. Jörn Peter Hiekel (Leitung), Marcel Beyer, Regine Elzenheimer, Rainer Nonnenmann, Bernhard Günther, Patrick Hahn, Natalie von Zadow, Raoul Mörchen, Elena Ungeheuer und Martin Zenck. 2002 bis 2007 war Manos Tsangaris künstlerischer Berater der Intendanz des Kölner Schauspielhauses. Von 2004 bis 2012 war er Dozent für Komposition bei den Darmstädter Ferienkursen. 2009 erhielt Tsangaris einen Ruf als Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Dresden und wurde im selben Jahr als ordentliches Mitglied in die Akademie der Künste Berlin gewählt. (Seit 2012 ist er dort Direktor der Sektion Musik.) 2009 wurde Tsangaris zum „Gastkurator Klang“ des KOLUMBA Kunstmuseum in Köln ernannt. Seit 2010 ist Tsangaris ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. 2011 gründete er das "Internationale Institut für Kunstermittlung" (IIKE) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Im Studienjahr 2012/13 war Tsangaris Artist in Residence der Zürcher Hochschule der Künste (Masterstudiengang Transdisziplinarität). Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für neues Musiktheater (zusammen mit Daniel Ott). 2017 wurde Tsangaris zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt. Im Winter-Semester 2017/18 ist er „Visiting Professor“ an der Norwegischen Musikakademie in Oslo. Seit 1990 werden installative und bildnerische Arbeiten von Manos Tsangaris regelmäßig von wichtigen Galerien und Museen im In- und Ausland gezeigt. Einzelausstellungen wurden ihm u.a. vom Kölner Diözesanmuseum und der Kunsthalle Odense (DK) gewidmet. “Die Frage, wie sich die verschiedenen medialen Wahrnehmungsbereiche des Menschen im Kunstwerk sinn- und bedeutungsvoll verbinden lassen, steht im Mittelpunkt der kompositorischen Arbeit von Manos Tsangaris. Die Tätigkeit des Komponierens bezieht sich damit nicht nur auf die Leistung, Dinge zusammenzufügen (eben zu kom-ponieren), sondern zugleich auf die vorausgehende experimentelle Erforschung der Schnittstellen, an denen mediale Verbindungen überhaupt erst möglich werden. Der Erweiterung des traditionellen Kompositionsbegriffs entspricht die Vielfalt der möglichen Resultate. In den vergangenen 25 Jahren entstanden neben musikalischen Kompositionen auch Gedichte, Prosa und installative wie bildnerische Werke. Obwohl Tsangaris' Arbeiten im Bereich Wort und Bild durchaus Anspruch auf Eigenständigkeit erheben, ist ihre Bündlung und Synthese in einem universell verstandenen Musiktheater das zentrale Moment seiner künstlerischen Tätigkeit." (Raoul Mörchen)
Fotograf: Fabian Stuertz
Biografie
Manos Tsangaris wurde 1956 in Düsseldorf geboren und studierte Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel sowie Schlagzeug bei Christoph Caskel an der Musikhochschule Köln. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter des neuen Musiktheaters. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht. Werke von Manos Tsangaris werden regelmäßig auf international renommierten Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Belgrader Internationalen Theaterfestival, der MusikBiennale Berlin, der Biennale Venezia, dem Ultima Festival Oslo, Tonlagen Dresden, Rainy Days Luxembourg, dem Warschauer Herbst, ECLAT Stuttgart und an Theater- und Opernhäusern in Köln, New York, Mannheim, Dresden und Berlin aufgeführt. Darüber hinaus erhielt Manos Tsangaris zahlreiche Kompositionsaufträge von deutschen Rundfunkanstalten und schrieb u.a. ein großes Orchesterwerk zum 10jährigen Bestehen der Kölner Philharmonie. In den Jahren 2016/17 komponierte Tsangaris den Zyklus LIVING SPACES, von dem der erste Teil WAIT! in Oslo, der zweite CITY PIECES in Hongkong und der dritte HOME in Athen zur Uraufführung kamen. 1991 initiierte er den Kongress „Praemoderne“ in Köln. Auf Einladung des Sowjetischen Komponistenverbandes wurde Tsangaris 1991 Composer in Residence in Moskau. 1991 erhielt er das Bernd-Alois- Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln und ein Arbeits-Stipendium des Kunstfonds Bonn, 1993/94 das Stipendium der Akademie Schloß Solitude Stuttgart. 1997 wurde ihm der Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin verliehen, 1998 folgte der Aufenthalt in der Villa Serpentara, Olevano. 2009 war Tsangaris Ehrengast der Villa Massimo, Rom. Für sein im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2009 uraufgeführtes Stationentheater „Batsheba. Eat the History!“ erhielt Manos Tsangaris den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Im Jahr 2014 wurde von der Sächsischen Staatsoper (Semperoper) und der Hochschule für Musik Dresden ein mehrtägiges Symposium zu Manos Tsangaris’ künstlerischer Arbeit veranstaltet mit u.a. Jörn Peter Hiekel (Leitung), Marcel Beyer, Regine Elzenheimer, Rainer Nonnenmann, Bernhard Günther, Patrick Hahn, Natalie von Zadow, Raoul Mörchen, Elena Ungeheuer und Martin Zenck. 2002 bis 2007 war Manos Tsangaris künstlerischer Berater der Intendanz des Kölner Schauspielhauses. Von 2004 bis 2012 war er Dozent für Komposition bei den Darmstädter Ferienkursen. 2009 erhielt Tsangaris einen Ruf als Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Dresden und wurde im selben Jahr als ordentliches Mitglied in die Akademie der Künste Berlin gewählt. (Seit 2012 ist er dort Direktor der Sektion Musik.) 2009 wurde Tsangaris zum „Gastkurator Klang“ des KOLUMBA Kunstmuseum in Köln ernannt. Seit 2010 ist Tsangaris ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. 2011 gründete er das "Internationale Institut für Kunstermittlung" (IIKE) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Im Studienjahr 2012/13 war Tsangaris Artist in Residence der Zürcher Hochschule der Künste (Masterstudiengang Transdisziplinarität). Seit 2016 ist er künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für neues Musiktheater (zusammen mit Daniel Ott). 2017 wurde Tsangaris zum ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt. Im Winter-Semester 2017/18 ist er „Visiting Professor“ an der Norwegischen Musikakademie in Oslo. Seit 1990 werden installative und bildnerische Arbeiten von Manos Tsangaris regelmäßig von wichtigen Galerien und Museen im In- und Ausland gezeigt. Einzelausstellungen wurden ihm u.a. vom Kölner Diözesanmuseum und der Kunsthalle Odense (DK) gewidmet. “Die Frage, wie sich die verschiedenen medialen Wahrnehmungsbereiche des Menschen im Kunstwerk sinn- und bedeutungsvoll verbinden lassen, steht im Mittelpunkt der kompositorischen Arbeit von Manos Tsangaris. Die Tätigkeit des Komponierens bezieht sich damit nicht nur auf die Leistung, Dinge zusammenzufügen (eben zu kom-ponieren), sondern zugleich auf die vorausgehende experimentelle Erforschung der Schnittstellen, an denen mediale Verbindungen überhaupt erst möglich werden. Der Erweiterung des traditionellen Kompositionsbegriffs entspricht die Vielfalt der möglichen Resultate. In den vergangenen 25 Jahren entstanden neben musikalischen Kompositionen auch Gedichte, Prosa und installative wie bildnerische Werke. Obwohl Tsangaris' Arbeiten im Bereich Wort und Bild durchaus Anspruch auf Eigenständigkeit erheben, ist ihre Bündlung und Synthese in einem universell verstandenen Musiktheater das zentrale Moment seiner künstlerischen Tätigkeit." (Raoul Mörchen)
Manos Tsangaris (*1956), Komponist, Trommler und Installationskünstler, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters. Seine Werke finden international Beachtung. 2009 wurde er zum Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen, im selben Jahr zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt (2012 zum Direktor der Sektion Musik). Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, seit 2017 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Im Studienjahr 2012/13 war Tsangaris Artist In Residence der Zürcher Hochschule der Künste, seit 2016 ist er künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für Neues Musiktheater (gemeinsam mit Daniel Ott). Im Studienjahr 2017/18 ist Tsangaris Visiting Professor an der Norwegischen Musikakademie in Oslo. Er gründete im Jahr 2011 das „Internationale Institut für Kunstermittlung“ (www.iike.de) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht.
Kurzbiografie
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Fotograf: Fabian Stuertz